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Thema: HÖR-Bar

Ein Gedicht zum Auswendiglernen

Erich KästnerAm 23. Februar diesen Jahres würde Erich Kästner 111 Jahre alt: Wenn diese Schnapszahl nicht ein besonderer Geburtstag ist! In Dresden geboren, studierte der weltbekannte deutsche Autor nach dem Ersten Weltkrieg Germanistik, Geschichte und Philosophie. Im Jahre 1925 promovierte er in Philosophie, 1927 übersiedelte er nach Berlin.

Auch als Theaterkritiker und als freier Mitarbeiter bei verschiedenen Zeitungen war Kästner tätig. Doch seinen Ruhm erlangte er sicherlich mit seinen in mehr als einhundert Sprachen übersetzten Kinderbüchern. Doch er war auch ein Schriftsteller für „große“ Leser: Viele seiner Romane wurden auch verfilmt. Drei Männer im Schnee, Der kleine Grenzverkehr, Notabene, Die Schule der Diktatoren, Kurz und bündig, Die kleine Freiheit, Die verschwundene Miniatur, Fabian, Gesang zwischen den Stühlen, Ein Mann gibt Auskunft, Lärm im Spiegel, Herz auf Taille hießen die Verfilmungen.

Die „Lyrische Hausapotheke“ ist einer meiner Lieblingsgedichtbände von Kästner: Wir bieten sie Ihnen jetzt als besonderen Hörgenuss auf CD an. Hier ein kleiner Vorgeschmack auf die Verse des einzigartigen deutschen Autors:

Sachliche Romanze

Als sie einander acht Jahre kannten
(und man darf sagen, sie kannten sich gut),
kam ihre Liebe plötzlich abhanden.
Wie anderen Leuten ein Stock oder Hut.

Sie waren traurig, betrugen sich heiter,
versuchten Küsse, als ob nichts sei,
und sahen sich an und wussten nicht weiter.
Da weinte sie schließlich. Und er stand dabei.

Vom Fenster aus konnte man Schiffen winken.
Er sagte, es wäre schon Viertel nach Vier
und Zeit, irgendwo Kaffee zu trinken. –
Nebenan übte ein Mensch Klavier.

Sie gingen ins kleinste Café am Ort
und rührten in ihren Tassen.
Am Abend saßen sie immer noch dort.
Sie saßen allein, und sie sprachen kein Wort
und konnten es einfach nicht fassen.



(Geschrieben von Matthias Stöbener) 

Jokers 03.02.2010, 15.11 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Handlung in drei Aufzügen

Tristan und IsoldeVor wenigen Jahren (2006) wurde die große Sage von Tristan und Isolde in die Kinos gebracht. Regisseur war Kevin Reynolds („Robin Hood: König der Diebe"), in den Hauptrollen waren James Franco („Spider Man") und Sophia Myles („Underworld") zu sehen. Ausführender Produzent war Ridley Scott, der sich mit den Kino-Hits „Königreich der Himmel" und „Gladiator" einen Namen machte.

Die Inhaltsangabe des Films wurde folgendermaßen publiziert: Nach dem Ende des römischen Reichs sind die Stämme Englands mit Irland verfeindet. Einer ihrer Führer, Lord Marke, zieht mit dem jungen Kämpfer Tristan, den er wie seinen eigenen Sohn liebt, in eine große Schlacht. Sie werden vernichtend geschlagen. Tristan selbst wird verwundet und vorschnell für tot erklärt. Sein vermeintlicher Leichnam wird, wie es die Tradition für Könige verlangt, mit einem Boot aufs Meer geschickt. Er strandet an der Küste Irlands und wird dort von Isolde, der Tochter des irischen Königs Donnchadh gefunden. Sie pflegt ihn heimlich gesund und zwischen ihnen entwickelt sich eine innige Liebe. Doch Irland ist zu gefährlich für Tristan und so kehrt er zurück nach England und zu Lord Marke. Die Rückkehr des Totgeglaubten wird begeistert gefeiert, aber Tristans Herz gehört von nun an Isolde. Und als Isolde als Teil eines Friedensvertrags mit Lord Marke vermählt wird, sind sich die Liebenden plötzlich wieder nah und doch so fern, denn ihre Liebe darf nicht sein. Doch je mehr sie versuchen, ihre Gefühle füreinander zu unterdrücken, desto stärker brennt die Leidenschaft in ihnen und so riskieren sie alles für einen letzten Moment in den Armen des anderen. Ohne es zu ahnen beschwören sie großes Unheil herauf. Heldenhafte Schlachten, königliche Intrigen und eine große Liebe unter einem schlechten Stern: Das ist die große Sage von Tristan & Isolde.

Noch bekannter als der Film und die Sage in Schriftform ist allerdings die große Oper von Richard Wagner. Tristan und Isolde wurde von Richard Wagner selbst als „Handlung in drei Aufzügen“ bezeichnet. Die Uraufführung fand am 10. Juni 1865 im Königlichen Hof- und Nationaltheater in München statt, Hans von Bülow leitete die Inszenierung.

Für nur 1.99 EUR bieten wir Ihnen die keltische Sage aus dem König-Artus-Kreis nun als besonderes Hörspiel an: Spielszenen und Original-Opern-Musik begeistern nicht nur eingefleischte Opern-Fans, sondern bringen auch Kindern das wunderbare Stück näher.


(Geschrieben von Matthias Stöbener) 

Jokers 29.01.2010, 10.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Empfohlen: eine Hör-Biographie

Ingeborg BachmannMögen Sie Biografien? Ich finde es immer spannend in ein fremdes Leben zu schauen, besonders wenn die Person so interessant ist wie Ingeborg Bachmann.

Die Österreicherin war eine der wichtigsten Schriftstellerinnen der Nachkriegszeit. Als ihr Gedichtband „Die gestundete Zeit“ 1953 erschien, wurde sie schlagartig bekannt. Auch denen, die bislang mit Lyrik nichts am Hut hatten. Ihren Erzählband „Das dreißigste Jahr“ und den Roman „Malina“ haben viele gelesen, und in der Form des jährlich verliehenen Klagenfurter Ingeborg-Bachmann-Preises ist ihr Name aus der Literatur-Szene nicht mehr wegzudenken – immerhin ist dies einer der renommiertesten Literaturpreise im deutschsprachigen Raum.

Das klingt recht schön und erfolgreich. Aber das Leben der Schriftstellerin war alles andere als unbeschwert und endete ebenso früh wie tragisch: Sie starb an den Verletzungen, die sie sich bei einem Brand in ihrer Wohnung in Rom zugezogen hatte. Das Ende ihrer langjährigen Beziehung zu dem Autor Max Frisch hat sie schwer getroffen, sie war alkohol- und tablettenabhängig.

Das grandiose Werk Ingeborg Bachmanns steht für sich, das ist keine Frage. Auch ohne Kenntnis ihres Lebens ist es ein Stück große Literatur. Aber woher kam Ingeborg Bachmann? Was trieb sie an? Wer hat sie beeinflusst und begleitet?

Gut, wenn die Antworten auf diese Fragen dem Literaturfreund auf einem Hörbuch von einer so umwerfenden Stimme nahe gebracht wird wie der von Sophie Rois. Wer sie einmal gehört hat, wird sie immer wieder erkennen. Sie macht die Biografie Ingeborg Bachmanns auf zwei Audio CDs zu meiner ausdrücklichen Hör-Empfehlung. Und bei dem Preis können Sie meiner Meinung nach sowieso nicht nein sagen ...


(Geschrieben von Matthias Stöbener) 

Jokers 23.12.2009, 09.17 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Mein Kurz-Trip ins All

Dass die Science-Fiction-Literatur nicht gerade mein Spezialgebiet ist, beweist mir immer wieder mein Freund Gerhard. Als bei einer unserer regelmäßigen Stammtischrunden neulich die Sprache auf Frank Schätzings neuen Roman „Limit“ kam, zeigte Gerhard unerwartete Fachkenntnis. Ich wollte gerade Schätzings Vorliebe für wohl recherchierte Hintergründe preisen und über den Abbau neuer Energiestoffe auf dem Mond philosophieren, da brachte er die Sprache auf Stanislaw Lem.

EdenDer polnische Science-Fiction-Autor, der mir bislang nur wenig bekannt war, sei einer seiner Lieblingsautoren. „Dieser Mann hatte noch Visionen und schrieb schon vor über 50 Jahren Romane, an denen sich Nachfahren wie Frank Schätzing, Andreas Eschbach oder der mittlerweile verstorbene John Michael Crichton noch eine Scheibe abschneiden konnten.“

Die heutigen Science-Fiction-Autoren hielten sich zu streng an die Regel, in einem Roman nie mehr als ein spektakuläres wissenschaftliches Gedankenkonstrukt vorzustellen. Dabei kritisierte Gerhard vor allem den Vorsatz, das Publikum geistig keinesfalls zu überfordern. „Derweil gibt es sehr viele Leser, die genau das wollen. Ich liebe es, mit neuen Gedanken herausgefordert zu werden. Eben so, wie es Lem zum Beispiel in seinem letzten Buch `Fiasko´ tut.“ In diesem Werk konstruiert der Autor eine mögliche Zukunftsvision des wissenschaftlichen Menschheitsfortschritts.

Dass Lems Werke ebenso witzig wie anspruchsvoll sind, entdeckte ich vor wenigen Tagen selbst, als ich per Zufall im Fernsehen „Ijon Tichy: Raumpilot“ sah. Basierend auf „Die Sterntagebücher des Weltraumfahrers Ijon Tichy“ erzählt die Kurzfilm-Serie verschiedene Abenteuer einer Art Weltall-Münchhausen. Das hat mir auf jeden Fall Lust auf mehr Science-Fiction gemacht. Ich denke, ich werde meinen Trip ins All mit Stanislaw Lem beginnen.


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

Jokers 11.12.2009, 08.48 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Deutsche beim Fleisch

Katherine MansfieldEine Neuseeländerin als Kurgast im tiefsten Bayern. Das klingt interessant, dachte ich mir. Und tatsächlich – der Erzählungsband „In einer deutschen Pension“ von Katherine Mansfield war ein Glücksgriff: detailverliebte Momentaufnahmen, bissige Beobachtungen und feiner Humor, der die dargestellten Personen zwar scharf zeichnet, aber nicht bloßstellt.

Die Erzählungen Katherine Mansfields sind voller Aufmerksamkeit gegenüber Menschen und Dingen. An Kleinigkeiten macht sie ihre zart pointierten Sätze fest und überlässt es dem Leser, sich ein Urteil über die dargestellten Personen zu bilden. Die illustre Tischgesellschaft etwa, die in der bayerischen Pension über die Gesellschaft plaudert, erweist sich als so bigotte und spießige Runde, dass man schmunzeln muss und die nächste Erzählung kaum erwarten kann. Dort erwarten einen wieder neue Charakterzeichnungen von äußerst vergnügten Witwen oder bornierten Aufschneidern. Herrlich! Ich habe mir beim Lesen immer vorgestellt, wie die Autorin heimlich Notizen in ein Büchlein macht, das sie unter einer Tischdecke mit Häkelkante versteckt.

Ihr eigenes Leben war kurz und wohl nicht sehr glücklich. Das Zerwürfnis mit ihrer Familie und ein chronisches Lungenleiden ließen sie nur 34 werden.

Die Freude an der sprachlichen Kunst, die man bei Katherine Mansfields Geschichten empfindet, ist kein Wunder, gehört die Autorin doch zu den Klassikern der Literatur des 20. Jahrhunderts. Auch wenn „Deutsche beim Fleisch“ – das sind einige der Geschichten aus „In einer deutschen Pension – zugegebenermaßen etwas martialisch klingt. Aber wie vergnüglich das Ganze tatsächlich ist, habe ich Ihnen ja schon beschrieben.

Hier bei Jokers bekommen Sie Katherine Mansfields prächtige Erzählungen als Schnäppchen-Hörbuch.


(Geschrieben von Matthias Stöbener) 

Jokers 04.12.2009, 08.31 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Lexikon der überflüssigen Dinge

Für den einen sind es rote Ampeln, für den anderen Nikotinpflaster, für den dritten Hair-Extensions: Jeder von uns hat seine persönliche Liste von bevorzugten Überflüssigkeiten.
Die Gründe dafür sind vielfältig – und müssen meistens nicht erklärt werden. Weil eben jeder seine eigene Hass-Liste hat.

Das Lexikon der überflüssigen Dinge stellt eine durch und durch erheiternde Auflistung überflüssiger Dinge dar. Und der Autor ist kein anderer als Alexander von Schönburg (das „Graf“ in seinem Namen ist überflüssig). Kennen Sie nicht? Und wenn ich Ihnen zwei seiner berühmten Schwestern verrate, Gloria von Thurn und Taxis und Maya Flick?

Vielleicht hat ihn seine Erbfolge zu seinem Lexikon veranlasst – wir wissen es nicht. Seit dem Tod des Vaters im Jahr 1998 ist er Chef des gräflichen Zweigs des bis 1740 souveränen Adelsgeschlechts von Schönburg und führt als solcher nach adeligem Kodex den Titel "regierender Graf" und das Prädikat "Erlaucht".

Fakt ist auf jeden Fall, dass sein Werk unglaublich Spaß macht. Und wenn Sie es durchgeschmökert haben, können Sie ruhig zur weiterführenden Lektüre – oder, besser gesagt: Audio-türe, übergehen. Auf zwei Kassetten gibt der Graf nämlich eine Einweisung in das, was Sie schon immer über Könige wissen wollten ... Na, wenn das mal keine Informationen aus erster Hand sind!


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

Jokers 30.11.2009, 08.39 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Ist mehr vom Guten besser?

Paul WatzlawickPaul Watzlawick avancierte zum Kult-Autor. Seine „Anleitung zum Unglücklichsein“ ist die Taschen-Fibel der Postmoderne geworden. Der schlaue und vor allem unterhaltsame wie tiefgründige „Ratgeber der anderen Art“ gibt dem Leser Hinweise, wir er das wunderbar selbst gemachte Unglück perfektionieren kann. Der Kommunikationspsychologe legt dabei die Mechanismen und Taktiken offen, mit denen wir alle uns so häufig das Leben selbst schwer machen. Der Titel des Werks ist ironisch gemeint: Gerade das Nichtbefolgen seiner Tipps sind der Schlüssel zur individuellen Zufriedenheit. Seit seinem Erscheinen im Jahr 1983 ist die „Anleitung“ in den Bestsellerlisten. Über 1 Million Exemplare wurden verkauft.

Natürlich finden Sie Watzlawicks Hauptwerk auch bei uns im Programm, aber wahrscheinlich sind Sie bereits mit dem Glücks-Büchlein vertraut. Was Sie aber sicher noch nicht kennen, ist die Doppel-CD „Mehr des Guten ist nicht notwendigerweise besser“. Zum Sonderpreis bieten wir Ihnen zwei Gespräche des im April 2007 verstorbenen Autors und einen Originalvortrag zum komplexen Thema der Kommunikationspsychologie.

Seine fünf „Grundregeln“ zur menschlichen Kommunikation werden bis heute als pragmatische Axiome von Psychologen genutzt, um das Funktionieren und die Missverständnisse von Kommunikation zu erklären:
  1. Man kann nicht nicht kommunizieren.
  2. Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt.
  3. Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung.
  4. Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäten.
  5. Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär.

Wenn auch Sie sich für Psychologie interessieren, sollten Sie sich vor allem den Vortrag „An der Wiege der Missverständnisse - Über Störungen der Kommunikation“, der sich auf dem CD-Doppelpack befindet, zu Gemüte führen. Wetten, dass Sie genauso wie ich über die vielen Paradoxien menschlicher Kommunikation erstaunt sein werden?


(Geschrieben von Matthias Stöbener) 

Jokers 05.11.2009, 08.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die Blechtrommel vertont

Es war ein doppelter Geburtstag: Am 3. Tag der Frankfurter Buchmesse, also am 16.10., feierte der Autor Günter Grass seinen 82. Geburtstag und gleichzeitig den „Runden“ seines wohl bekanntesten Werks: „Die Blechtrommel“ wurde 50 Jahre alt.

Die BlechtrommelGünter Grass wurde am 16. Oktober 1927 in Danzig-Langfuhr geboren: Er ließ wohl keine Kunstrichtung aus, probierte sich mit großem Erfolg in den veschiedenen Künsten. So betätigte er sich im Laufe seines Lebens als Schriftsteller, Bildhauer, Maler und Grafiker.
Für seine „Blechtrommel“ erhielt er im Jahr 1999 den Nobelpreis für Literatur.Nicht nur in deutschsprachigen Ländern sondern weltweit gilt diese Erzählung als ein wichtiges Stück Literaturgeschichte. Heute ist das Buch in 52 Sprachen übersetzt.

Im großen Kino der Buchmesse fand eine Geburtstagsfeier der besonderen Art statt: Günter Grass und der Free-Jazzer Baby Günter Sommer traten zusammen auf und begeisterten mit einer unglaublichen Performance zur „Blechtrommel“ das Publikum. Schon vor rund 20 Jahren stand das Team zusammen auf der Bühne, um die „Blechtrommel“ den Lesern mit allen Sinnen nahe zu bringen: „Es war einmal ein Land“ war der Titel der musikalischen Lesung.

Wir haben zwar leider nicht den genialen Auftritt des unglaublichen Künstler-Gespanns im Mitschnitt, dafür aber „Die Blechtrommel“ als vertontes Meisterwerk im Angebot: Sehen Sie selbst!

(Geschrieben von Matthias Stöbener)

Jokers 20.10.2009, 14.08 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Ich empfehle ein vergnügliches leichtes Lispeln

Ueber AmerikanerMan liebt ihn, oder man findet ihn unerträglich: Marcel Reich-Ranicki ist Deutschlands bekanntester Literatur-Kritiker mit einem Faible für deutliche Worte. Welchen Autor er schätzt und welchen nicht, daran lässt Reich-Ranicki in der Regel keinen Zweifel. Auch wenn er polarisiert, mit seiner scharfen Zunge, der prägnanten Stimme und dem typischen leichten Lispeln gehört er zu den unterhaltsamsten Darstellern im Literaturbetrieb.

Von ihm verfasste Bücher zu lesen ist daher stets nur der halbe Spaß. Man liest seine markigen Aussagen über literarische Qualität zwar mit Vergnügen, hört aber nicht, wie er die Worte seinem Publikum temperamentvoll entgegenschleudert.

Anders beim Hörbuch „Über Amerikaner“, hier hört man die markante Stimme des „Literaturpapstes“ selbst. Und auch der Inhalt ist grandios: Kritiken zu großen amerikanischen Schriftstellern. Meist verbindet man Marcel Reich-Ranicki ja mit deutscher Literatur. Weniger bekannt ist, dass er sich auch den amerikanischen Autoren gewidmet hat: von Ernest Hemingway über Arthur Miller bis zu John Updike, Joyce Carol Oates und Philip Roth reicht die Palette der US-Schriftsteller, die Reich-Ranicki hier präsentiert.

Mein Tipp: lassen Sie sich von diesem älteren Herrn, der zweifellos eine Menge von Literatur versteht, die amerikanischen Schriftsteller und ihre Werke per Hörbuch nahe bringen – so bekommen Sie Hörvergnügen und wertvolle Lesetipps in einem.

 
(Geschrieben von Matthias Stöbener)

Jokers 31.08.2009, 09.42 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Stau? Na und!

HörbuecherMitteleuropa ist im Urlaubsfieber: Die Staus auf den Autobahnen zeigen es. Ich selbst gehöre zu den Menschen, die sich gerne aufregen, wenn sie zwischen Tausenden von Mitreisenden im Auto gefangen sind. Meine Geduld reicht nicht einmal aus, mir einen Radiosender mit guter Musik auszusuchen und einfach meine Gedanken ein wenig fließen zu lassen. Ganz im Gegenteil: Mich machen Staus wahnsinnig!

Ganz anders ist da eine Freundin. Kürzlich erzählte sie mir, dass sie die lange Warterei auf den Straßen ab und zu sogar genießt. Weil eben dieses erzwungene Nichtstun einem Zeit-Geschenk gleichkomme. Plötzlich gewinnt man Zeit, kann sie nicht mit Effizienz füllen, man muss diese Zeit mit sich selbst verbringen. Sie hat einen ganz einfachen Trick, sich Staus zu verkürzen: Wenn sie sich an den kleinen Szenen, die sich in den Autos vor, neben und hinter ihr abspielen, satt gesehen hat, hört sie sich ein Buch an. Dazu ist sie ja immer ausgestattet. Sie benutzt nämlich ihr Handy, um ein Audio-Book zu genießen.

Sie können das auch. Denn die Hörbücher, die wir im Angebot haben, laufen auf ganz unterschiedlichen Geräten, vom Computer bis zum Handheld. Gucken Sie doch mal selbst nach, ob Sie sich lieber mit einem Krimi oder einer Novelle den Stau verkürzen wollen! Ich probiere es diesen Sommer ebenfalls.

http://www.jokers-audio.de/


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

Jokers 26.08.2009, 08.58 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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